Eine einfache Gewohnheit gegen die Verbreitung von Krankheitserregern
Gutes Händewaschen braucht Seife, gründliches Reiben und den richtigen Zeitpunkt.
Hände berühren an einem gewöhnlichen Tag Türklinken, Telefone, Lebensmittel, das Gesicht und viele andere Oberflächen. Krankheitserreger können mitwandern. Händewaschen mit Wasser und Seife verringert diese Übertragung. Die Einzelheiten sind jedoch entscheidend: Ein schnelles Abspülen, bei dem die Fingerspitzen ausgelassen werden, ist etwas anderes als gründliches Waschen zu wichtigen Zeitpunkten.
Nach dem Toilettengang zu waschen, ist besonders bekannt. Auch vor dem Zubereiten oder Essen von Speisen, nach dem Berühren roher Zutaten, nach Husten oder Niesen in die Hände und nach der Pflege kranker Menschen ist es wichtig. Abfall, das Säubern nach einem Tier oder ein Windelwechsel sind weitere Anlässe. Statt eine endlose Liste auswendig zu lernen, fragen Sie sich, was Ihre Hände gerade berührt haben und was sie als Nächstes berühren werden.
Die grundlegende Methode umfasst fünf Schritte: anfeuchten, einseifen, reiben, abspülen und trocknen. Befeuchten Sie Ihre Hände unter sauberem fließendem Wasser und verwenden Sie Seife. Reiben Sie sie aneinander und reinigen Sie dabei auch Handrücken, Fingerzwischenräume und den Bereich unter den Nägeln. Schrubben Sie mindestens zwanzig Sekunden. Spülen Sie die Hände anschließend ab und trocknen Sie sie mit einem sauberen Handtuch oder einem Lufttrockner.
Seife hilft, Schmutz und Erreger von der Haut zu lösen, damit sie abgespült werden können. Eine riesige Schaummenge ist unnötig, aber die ganze Hand muss erfasst werden. Fingerspitzen, Daumen und Fingerzwischenräume geraten leicht in Vergessenheit. Etwas zusätzliche Aufmerksamkeit macht die vertraute Tätigkeit wirksamer.
Das Trocknen ist kein bloßer Abschluss. Feuchte Hände können in manchen Situationen Keime leichter übertragen als trockene. Nutzen Sie eine verfügbare, saubere Möglichkeit zum Trocknen und wischen Sie Ihre frisch gewaschenen Hände nicht an sichtbar schmutziger Kleidung ab. In gemeinschaftlich genutzten Räumen helfen eine saubere Waschgelegenheit und vorhandene Seife allen Beteiligten.
Fehlen Wasser und Seife, kann ein alkoholhaltiges Händedesinfektionsmittel mit mindestens 60 Prozent Alkohol in vielen Alltagssituationen eine Alternative sein. Verwenden Sie genug für alle Handflächen und reiben Sie, bis die Hände trocken sind. Bei sichtbar schmutzigen oder fettigen Händen wirkt es weniger gut und ersetzt Waschen nicht in jeder Situation. Stehen Wasser und Seife zur Verfügung, ist Waschen oft die bessere Wahl.
Häufiger ist nicht automatisch hygienischer. Übermäßig häufiges Waschen kann die Haut austrocknen oder reizen. Reinigen Sie die Hände schonend, trocknen Sie sie gut ab und verwenden Sie bei Bedarf eine geeignete Pflegecreme. Ziel ist eine wirksame Reinigung zu sinnvollen Zeiten, keine ständige Angst vor jeder Oberfläche.
Händewaschen ist außerdem eine gemeinschaftliche Gewohnheit. Kinder lernen die Schritte leichter, wenn Erwachsene sie vormachen und Seife sowie Wasser erreichbar sind. Arbeitsplätze, Schulen und Küchen profitieren von bequem zugänglichen Waschmöglichkeiten. Gute Hygiene hängt von alltäglichen Rahmenbedingungen und Zusammenarbeit ebenso ab wie von persönlicher Absicht.
Keine einzelne Gewohnheit verhindert jede Erkrankung. Saubere Hände ergänzen andere Maßnahmen, etwa sicheren Umgang mit Lebensmitteln und passende Vorsicht bei Krankheit. Händewaschen ist besonders wertvoll, weil es praktisch, wiederholbar und gegen einen häufigen Übertragungsweg gerichtet ist.
Wenn Sie das nächste Mal am Waschbecken stehen, führen Sie die einfachen Schritte bewusst aus. Waschen Sie zum richtigen Zeitpunkt, reinigen Sie die ganze Hand, reiben Sie lange genug, spülen und trocknen Sie gründlich. Eine kurze Routine kann Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung helfen.